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GESCHICHTE DER BIBLIOTHEK

Entstehung der Bibliothek der Kardinal-Stefan-Wyszyńskis- Universität (UKSW)

Die Bibliotheksgeschichte der UKSW ist eng mit der Geschichte der Universität verbunden.  Die Bibliothek entstand im Jahre 1954 gleichzeitig mit der Akademie der Katholischen Theologie (ATK) – Vergängerin der UKSW. Die Akademie selbst wurde aus den abgetrennten theologischen Fakuläten der Jagiellonen- und Warschaueruniversität gegründet.

 

 

Die ersten Bücherbestände
Die Grundlage der Büchersammlung der ATK-Bibliothek bildeten die Bücherbestände der Zweig- und Institutsbibliotheken der theologischen Fakultäte an der Jagiellonen- und Warschaueruniversität,  die 1954 an die ATK überwiesen worden sind. Beide Bestände waren jahrelang Stütze der ATK-Hauptbibliothek, zur großen Freude und Anerkennung der nächsten Generationen von Studenten und Professoren. Im Bericht vom Februar 1955 wurde es festgestellt, dass der Gesamtbestand mit den, durch die Bibliothek eingekauften Volumina, sich auf rund 30.000 Einheiten belief.

 

Anfänge der Bibliothekstätigkeit
Anfänge der Bibliothekstätigkeit waren sehr schwer. Die bescheidenen Lokalbedingungen in den postklösterlichen Gebäuden auf Warschauer Bielany erschwerten von Anfang an normales Funktionieren der Bibliothek. Die Bücher befanden sich in verschiedenen Teilen des Gebäudes, in den Unterrichssälen und auf den Korridoren, so war der Zutritt zu den Büchern und Zeitschriften sehr erschwert, so für die Leser, wie noch mehr für die Bibliothekare. Anderes wesentliches Problem war die geringe Zahl der Beschäftigten. Im Jahre 1954 waren es lediglich sechs Personen, Die steigenden Probleme machten aber die Realisation der Bibliotheksaufgaben nicht unmöglich. Im März 1955 stellte man der akademischen Gemeinschaft den Hauptlesesaal mit der

 

 

Handbibliothek zur Verfügung
Am 1. Oktober 1955 hat der erste Rektor von ATK P. Prof. Dr. Jan Czuj den Bibliotheksstatut  verabschiedet, und am 1. Dezember 1955 – die Bibliotheksordnung des Hauptlesesaals, des Zeitschriftenlesesaals und der Ausleihestelle. Gemäß dem Strukturmuster der akademischen Bibliotheken wurden drei Abteilungen gegründet: Erwerbung und Erschließung der Einzeldrucke und laufenden Periodica, Büchermagazin und Bestandvermittlung, darunter: Haupt- und Zeitschriftenlesesaal und Ausleihestelle.
Dank den Bemühungen des Vorstands und der Angestellten wurde die damalige wissenschaftliche Literatur gesammelt, mit dem Hauptakzent auf Theologie, Kirchenrecht, christliche Philosophie und sozial-historische Wissenschaften. Es wurde die Kooperation mit  vielen Bibliotheken, Wissenschaftszentren, Dokumentations- und Forschungsstellen, sowohl im Inland wie auch im Ausland, angeknüpft. Systematisch wurden die ausländischen Zeitschriften angekauft.        Den Bücherbestand haben die zahlreichen Schenkungen bereichert.
Zur Bibliotheksgeschichte gehören auch ihre Leitung und Angestellte. Die erste Leiterin war Mgr. Barbara Wilejszyc (1954 – 1956). Ihre Nachfolger waren P. Mgr. Czesław Borawski (1956 – 1961) und P. Dr. Aleksander Grabowski (1962-1966). Zum ersten Direktor der ATK-Bibliothek wurde P. Dr. Mirosław Szegda (1966 -1971) genannt. Dann folgten die nächsten Direktore: P. Czesław Baran OFMConv.(1971-1980), Kustos Mgr. Andrzej Dziubecki (1981-1983), Kustos Mgr. Andrzej Dubec (1983 – 1991). In Jahren 1991 – 213 verwaltete die Bibliothek Kustos Mgr. Piotr Latawiec.
Gegenwärtig wird mit der Leitung der UKSW-Hauptbibliothek  Prof. Dr. Katarzyna Materska betraut.


 

Entwicklung der Bibliothek
 Die Hauptbibliothek entwickelte sich ebenmässig mit der Entstehung neuer Fachrichtungen an der Universität.
1982 entstand die erste Zweigbibliothek beim Institut für Familienstudien (Instytut Studiów nad Rodziną). Demnächst wurden Bibliotheken bei neuen Fakultäten gegründet: bei Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften, Fakultät für Pädagogik, Fakultät für Recht und Vewaltung. Auch die Hauptbibliothek erweiterte ihren Bücherbestand gemäβ den neu entstandenen Fakultäten und Fachrichtungen. Während ihrer ganzen Tätigkeit wurde es, durch Konservierung und introligatorische Arbeiten, um die Bücherbestände sorgfältig gesorgt. Diesem Zweck dienten die kooperativen Beziehungen mit anderen wissenschaftlichen Zentren und Hochschulen, wie z.B. Akademie der Hohen Kunste in Warszawa, wo, in Rahmen der Diplomarbeiten, die Konservierungen der  preisvollsten Wiegen- und alten Drucke durchgeführt  wurden.


In den 90-ger Jahren hat man mit der Informatisierung der Hauptbibliothek begonnen. Die neuen Technologien erleichteten den Lesern den Zutritt zu den Beständen der Bibliothek.
 1993-1996 wurde die Bibliothek komputerisiert und begann  den Komputerkatalog der Einzel- und alten Drucke im MAK-System zu bauen.


1995 hat sie zusammen mit der Bibliothek der Päpstlichen Theologischen Akademie in Kraków und Bibliothek des Metropolenpriesterseminars in Warszawa die Federation der Kirchlichen Bibliotheken FIDES mitgegründet. Zwei Jahre später begann, auf Anregung der  Bibliothek, die Komputerisierung der ganzen Universität. 1997 bekam die Bibliothek den Zugriff zum Internet und bildete eigene Website www.
1999 wurde die Akademie der Katholischen Theologie in die Kardinal-Stefan Wyszyńskis-Universität umwandelt. Die Hauptbibliothek bekam neue Räume im neu  gebauten Teil. Insgesamt betrug die Fläche 1 285 m2. Im neuen Gebäude bekamen ihren Platz Bücherlesesaal, Ausleihstelle, Fachbereiche der Erwerbung und Erschlieβung eröffnet.


Die Hauptbibliothek erfüllt die Aufgaben der akademischen Bibliothek. Sie stellt die wissenschaftliche und didaktische Werkstatt für den ganzen akademischen Wirkungskreis sicher. Sie kümmert sich um entsprechende Literaturzusammenstellung und ihre befriedigende Erschlieβung. Zur Verfügung der Leser stehen elektronische Bücher- , Multimedien- ,Karten- , Zeitschriftenkataloge, wie auch Kataloge der Doktordissertationen, Magister- und Lizentiatarbeitenkataloge. Die Bibliothek vermittelt internationale Datenbanke, ganztextliche Artikel, Dissertationen, Quellentexte, Bibliographieverzeichnungen und Abstrakte, juristische Datenbank Lex, u.a. Durch Rückkatalisierung werden die Kataloge systematisch um ältere Bestände bereichert.
Die Hauptbibiothek pflegt kooperative Beziehungen mit vielen Fotschungs- und Dokumentationszentren, sowohl im Inland  wie auch im Ausland. In der nächsten Zukunft wird die Digitalisierung der preiswertesten Einheiten durchgeführt, sofern es gelingt, die entsprechenden finanziellen Mittel zu erwerben (um ihre Erwerbung wird es ständig in verschiedenen in- und ausländischen Institutionen bemüht).
Gegenwärtig sind in der Bibliothek 29 Personen, samt der Direktorin, beschäftigt. Das Personal legt einen besonderen Wert auf die  Formenvielfalt und Qualität der geleisteten Dienste, deswegen erweitert ständig seine beruflichen Qualifikationen und stellt seine Fachkenntnisse den Lesern zur Verfügung.

 

 

 

 


Textbearbeitung auf der Grundlage:

  • Ks. Cz. Baran, Ks. W. Murawiec, Biblioteka Główna, w : XX lat Akademii Teologii Katolickiej. Księga Pamiątkowa 1954-1974, Warszawa 1976, s.398-418.
  • Ks. J. Mandziuk, Dzieje Akademii Teologii Katolickiej w Warszawie 1954-1999, Warszawa, 1999.
  • P. Latawiec, Biblioteka Główna Uniwersytetu Kardynała Stefana Wyszyńskiego w Warszawie, Forum Bibliotek Medycznych 2012 R.5 nr 2(10), s. 137-149. 

 

 

 

Tł. mgr  Maria Elżbieta Kowalska